Frankfurt City Triathlon – eine Hessenmeisterin, Rookies und persönliche Bestleistungen
Olympischen Distanz (1500/40/10)
Gemeinsam ist man nicht einsam.
Unter dem Motto startete die bunte Truppe bestehend aus Alissa Göbel, Stanley Schenk, Sandy Gröger und Neuzugang Sarah Hofmann, um die olympische Distanz an der Hauptwache zu finishen. Getrennt angereist, aber immer wieder begegnet, waren auch Jannes Neeb und Tatjana Wilhelmi in Frankfurt am Start.
Irgendwas war immer los an dem Wochenende und so lenkten wir uns mit Späßen und Chaos ab. Mal war wer zu spät, war tiefenentspannt, vergaß seine Laufschuhe, rannte immer voran oder stand mal neben sich und quietschte vor sich her.
Wer sich seine Startunterlagen nicht hat zuschicken lassen, musste sie Samstag noch an der Hauptwache abholen. Dort musste aber auch der rote Beutel mit den Laufsachen abgegeben werden. Ultra-Last Minute wurden abends die vergessenen Laufschuhe noch dem Veranstalter in den Kofferraum gepackt, in der Hoffnung das klappt und am nächsten Tag bereit stehen wo sie sollen. Auflösung: Es hat geklappt. Dankeschön!
Danach ging es noch für uns an den Festplatz in Mörfelden, um von da aus mit dem Rad 6 km zum Check-in zu fahren. Angekommen in der Wechselzone wurde die Wechselzone in Augenschein genommen. Der Schwimmeinstieg und die Wechselzone wurden nämlich 500 m weiter als sonst verlegt. Da wo sonst der Ironman gestartet wird.
Vor Ort stellten wir auch fest, dass wir anders als die Jahre zuvor die Helme und Startnummern nicht am Rad lassen durften für den Start. Das hatten wir so nicht geübt. Nach dem Teamfoto machten wir uns mit Essen bepackt auf den Weg ins Hotel, um früh schlafen zu gehen, was erfahrungsgemäß fast nie funktioniert.
Am Renntag selbst verabredeten wir uns um 5:50 Uhr zum gemeinsamen Kaffee, um pünktlich um 7 Uhr die Bahn zum Shuttle-Service an den See zu nehmen. Dort trafen wir dann auf Jannes, der voller Freude von seinen Eltern noch verabschiedet wurde. Im Bus wurde noch mal viel gelacht, um Druck rauszulassen. Richtung See wurde es dann ernst. Die Mitteldistanz war schon längst unterwegs und wir sahen Jannek noch auf dem Rad. Beim Check-in begrüßten wir auch wieder Tatjana, die das erste Mal auf der Mitteldistanz startete. Nach dem Einrichten der Wechselzone ging es dann zum Start und Richtung Meer an blauen Badekappen.
Die 1500-m-Distanz beim Schwimmen bekamen alle von uns deutlich besser als erwartet hin. Was man nicht erwartet hatte: dass der Ausstieg so steil und sandig war. In der Wechselzone musste man dann seinen Schwimmbeutel suchen und ein Plätzchen zum Umziehen finden. Dann ging es durch die lange Wechselzone zum Rad und zum Aufstieg ab nach Frankfurt.
Die Radstrecke, die über die B44 führt, fährt sich schnell. Auch in der Stadt bekam man ordentlich Tempo auf den Asphalt. Teilweise war die Strecke sehr überfüllt, so dass in 2. oder 3. Reihe gefahren wurde. An der Stelle merkte man, dass die Veranstaltung einen Teilnehmerrekord verzeichnete. Über das mit Teppich belegte Kopfsteinpflaster ging es nach 46 km in die 2. Wechselzone Richtung Laufstrecke. Frankfurt, seine Zuschauer und der eigene Verein enttäuschten nicht. Von der Seite aus wurde gejubelt und die Namen gerufen, was einen immer ein Stück näher zum Ziel brachte. Die 10 km musste in der heißen Mittagssonne absolviert werden, aber man konnte sich 4-mal abkühlen auf der Strecke und es waren Duschen aufgestellt zum Durchlaufen.
Alles in allem konnten alle Starter der olympischen Distanz finishen und sich über ihren persönlichen Erfolg freuen. Jannes Neeb hatte sich nach 2:32:39 einen Podestplatz bei den Junioren sichtlich verdient. Sarah Hofmann freute sich als Rookie über ihr erstes Triathlon Finish in 3:10:56. Tatjana Wilhelmi lief sich bei Ihrer 1. OD mit der Zeit 3:11:04 auf Platz 6 Ihrer AK vor. Sandy Gröger kämpfte sich in 3:21:40 mit neuen Schwimm- und Rad-PBs ins Ziel. Stanley Schenk zeigte in 3:23:40, dass man trotz Rückenbeschwerden walkend einen Triathlon angehen und finishen kann. Und unser Küken Alissa Göbel finishte ihre 2. OD fast 12 min schneller als im Vorjahr in 3:38:55.
(Text: Sandy Gröger, Fotos: Sandy Gröger, Tatjana Wilhelmi)
Mitteldistanz (2000/80/20)
Karin wird AK-Hessenmeisterin, Michael und Jannek erreichen ihre Ziele mit viel Spaß
Auch auf der Mitteldistanz waren in diesem Jahr Athleten aus unserem Team am Start: Karin Hahnfeld, Liz Lindner, Michael Bork, Jannek Jung und Matthias Gniza. Karin hatte sich nicht nur für die Mitteldistanz angemeldet, sondern gleich auch noch für die Hessischen Meisterschaften, die parallel ausgetragen wurden.

Karin hatte sich schon im Vorfeld vorgenommen, ordentlich Gas zu geben, schließlich wollte sie ein gutes Ergebnis bei den Hessischen Meisterschaften erzielen. Bei ihr lief es wie am Schnürchen, zumindest fast, denn auf dem ruppigen Kopfsteinpflaster verlor sie ihre Tri-C-Halterung samt Garmin-Gerät. Kurzerhand schnell alles wieder aufgesammelt und weiter ging’s. Die letzte Runde musste sie leider ohne Garmin-Anzeige fahren, wahrscheinlich futsch… Aber wir haben ja gelernt, auch nach Gefühl zu fahren.
Nach dem Schwimmen lag sie noch auf Platz 3, ist dann aber mit einem 35er-Schnitt nur so über die Radstrecke gebrettert, das Nach-Gefühl-Fahren hat funktioniert! Karin kommt vom Laufen, es ist ihre Paradedisziplin, auch diesmal in Frankfurt wieder, obwohl ihr die ersten beiden Kilometer wirklich schwer fielen: Mit einem hervorragenden Lauf unter 1:30 (1:29:49) schob sie sich galant auf Platz 1 vor und wurde Hessenmeisterin in ihrer Altersklasse (W50). Sie finishte satte 20 Minuten vor der Zweitplatzierten in 4:30:11. Im Feld der Frauen kam sie auf einen hervorragenden dritten Platz und damit ebenfalls aufs Treppchen. Das nenn‘ ich mal einen erfolgreichen Sonntag! Herzlichen Glückwunsch!
Liz legte eine Punktlandung hin und verpasste mit 5:00:31 Stunden nur knapp die Sub-5-Stunden-Marke. Ihr gutes Ergebnis verdankt sie ihrer guten Radzeit, aber noch mehr ihrer ausgesprochenen Laufstärke.
Michael profitierte von den Super-Bedingungen beim Schwimmstart. Auch er hat auf der Radstrecke alles rausgehauen, fühlte sich aber dennoch gut beim Wechsel zum Laufen. Die ersten Laufkilometer spulte er topp ab, ab km 15 musste er der Hitze Tribut zollen und etwas Tempo herausnehmen. Trotzdem war er sehr zufrieden mit seiner Leistung, schließlich hat es für ihn für eine persönliche Bestzeit gereicht in einer Zeit von 4:40:07 h.
Jannek absolvierte die 2 km lange Schwimmstrecke im Brustschwimm-Stil und war froh, dass er keine Beinkrämpfe bekam. Schnell das Schwimmen im Kopf abgehakt und rauf aufs Rad – ab ging’s mit viel Spaß auf der Radstrecke. Auch Jannek bekam auf der Laufstrecke etwas Probleme mit der Hitze, zog den Lauf aber gut durch. Seine Maxime war, anzukommen und das mit größtmöglichem Einsatz und Spaß! Das hat er erreicht! Er freute sich über sein Finish in 5:30:01 h.
Matthias Gniza war in allen drei Disziplinen sehr solide unterwegs und finishte erfolgreich in unter 6 Stunden (5:47:08).
Herzlichen Glückwunsch an alle Finisher für die guten Erfolge!
(Text: Martina Kunze, Fotos: Karin Hahnfeld, Jannek Jung)




