Marathon d’Avignon – Laufen in der Stadt der Päpste

Eine Sport- und Kulturreise sollte es werden. Nach Avignon, der imposanten Wetzlarer Partnerstadt in der Provence. Gemeinsam ein Läufchen machen und eine schöne Zeit haben, so hatten wir uns das vorgestellt.
Doch die Anreise war etwas hakelig, denn Thomas Henopp hatte beim ersten Umstieg in Frankfurt seinen Koffer im Zug liegen lassen. Er hatte nur noch Sekt im Rucksack und kam ohne Koffer auf die Gruppe zu: „So Leute, ich bin dann raus, hier ist der Sekt, fahrt ohne mich!“ Ohne Thomas fahren? Kommt überhaupt nicht in die Tüte: „Du kommst mit, wir helfen“. Bei so viel Fürsprache und Hilfsbereitschaft musste Thomas einfach einlenken – und steigt nur mit Sektrucksack (was ja auch nahezu überlebenswichtig ist) bepackt in den TGV, immerhin sind Handy, Tablet, Papier und Geld nicht weg, darauf lässt sich aufbauen.
In Avignon angekommen besucht die Gruppe Arles mit seinem imposanten Amphitheater und Thomas geht shoppen. Die komplett neue Ausrüstung muss sich nur noch beim Marathon bewähren.


Am Sonntag um 8:00 Uhr ging’s für die Halbmarathon-Läufer los, eine Stunde später waren die Marathonis dran: vom Bahnhof aus an der Stadtmauer entlang Richtung Altstadt mit ihren kleinen Gassen, am Papstpalast vorbei und an der Rhône entlang und schließlich zur Insel Barthelasse, wo auch das Ziel war.
Der Marathon war hart, einfach weil mittags, als die Halbmarathonis schon längst im Ziel waren, die Sonne richtig vom Himmel brannte. Thomas und Holger Mandler hielten tapfer durch! Sie waren die einzigen beiden, die den Marathon gebucht hatten. Alle anderen waren für den Halbmarathon gemeldet.
Alle waren am Ende glücklich, gefinisht zu haben. Auch Thomas kam gut ins Ziel, die neuen Laufschuhe hatten tatsächlich gehalten. Gleich ein guter Grund, ein Finisherbierchen zu trinken. Das Hauptziel war ohnehin, eine schöne gemeinsame Zeit zu verbringen und den Aufenthalt zu genießen.
Zwei von uns kamen sogar auf’s Siegertreppchen. Monika Donges wurde Erste in der W70 mit einem Riesenabstand von über einer Stunde auf die Zweitplatzierte. Heike Ferber gewann die W65 und Michaela Wolf erlief sich Silber in der W60.



Doch unser ganz besonderer Held war Bruno von der Deutsch-Französischen Gesellschaft aus Wetzlar, der maßgeblich am Erfolg der Reise mitgewirkt hat. Unermüdlich hat er organisiert und für uns ein Reiseprogramm zusammengestellt, das sich sehen lassen konnte: Von einem Ausflug nach Arles, einer Weinprobe in Châteauneuf-du-Pape und einem offiziellen Empfang beim Dezernenten für den Kulturaustausch mit Trikotübergabe war alles dabei. Als gebürtiger Franzose war er außerdem unser Dolmetscher – alles in allem war er also Gold wert. Ein ganz dickes Dankeschön von uns allen!



(links: Bruno von der Deutsch-Französischen Gesellschaft)

(Pasta noch in Arbeit)


Und das Beste: Zu Hause angekommen, erhielt Thomas eine Nachricht von der Deutschen Bahn, dass „ein Fundgegenstand aus der Kategorie Reisekoffer oder Trolley“ gefunden wurde.
Ende gut, alles gut!
Schön war’s!
(Text: Martina Kunze/Thomas Henopp, Fotos: Team Naunheim/privat)


