Qual der Wahl: -Laufspaß für die Ladies (Gießener Frauenlauf), -Kurzstreckenvergnügen für Vertikalmasochisten (Greifenstein-Berglauf), -Traditionslauf für Lokalpatrioten im Zeichen des Äpplers (Apfellauf, Laubuseschbach), -Hessische Halbmarathonmeisterschaften für die ganz Schnellen (Eschathlon, Eschborn)

20. Gießener Frauenlauf

Alljährlich organisiert die rührige LGV Marathon Gießen gemeinsam mit dem Büro für Frauen und Gleichberechtigung eine Laufveranstaltung für Läuferinnen, deren Überschuss an gemeinnützige Projekte geht. Dabei kann frau wettkampfmäßig schnell unterwegs sein (wenn sie es denn will), oder sie nutzt die Gelegenheit für ein nettes Läufchen in angenehmer Gesellschaft oder zum testen, ob Laufen ein Sport ist, an dem man Gefallen finden könnte. Party und Kennenlernen von netten Menschen stehen eindeutig im Vordergrund dieser zur Tradition gewordenen Veranstaltung.

Es werden zwei Distanzen angeboten; für die ambitionierteren Läuferinnen gibt es einen 9,2 km langen, flachen Rundkurs am Rande des Schiffenberger Waldes, der zweimal zu durchlaufen ist. 88 Damen stellten sich dieser Herausforderung, darunter auch zwei Läuferinnen vom Team Naunheim. Fikret Süt (W 50) und Inge Bork (W70) belegten Erste Alterskasse-Platzierungen. Fikret wurde in 44:11 Gesamtsechste. Auf der mit 208 Teilehmerinnen deutlich beliebteren 5,7 km langenStrecke legte sich Nadja Boccassini mit einer sehr guten Zeit von 29:33 ins Zeug und kam als Dritte der W 40 aufs Siegerpodest. Kerstin Sand kam nach 36:01 ins Ziel und die Freundinnen Sandy Gröger und Anna Schwart genossen gemeinsam ihren Lauf und kamen zeitgleich nach 41:19 zum Feiern.

Fikret, Nadja, Kerstin, Sandy, Anna und Inge Foto: Bork

24. Greifensteiner Berglauf

Berge laufen ist nicht Jedermanns Sache. Aber wer in einer hügeligen Gegend wohnt, muss sich mit dem bergauf- und bergablaufen beschäftigen. Berglauf fordert die Ausdauer und auch die Schnelligkeit, setzt Trainingsimpulse, die dem Flachländer entgehen. Und nicht wenige LäuferInnen finden am Lauf im bergigen Gelände Gefallen.

Der Greifenstein Berglauf wird seit einem Viertel Jahrhundert von der LG Dill ausgerichtet und hat eine treue Fangemeinde, die nicht nur die anspruchsvolle Strecke zum Ziel im malerischen Burghof der Berg lieben, sondern auch die Atmosphäre an der Strecke und im Chill-out- Bereich schätzen. Das engagierte Orgateam lässt sich jedes Jahr eine künstlerisch gestaltete und originelle Erinnerungstrophäe für alle AltersklassenathletInnen, die den Sprung auf das Podest schaffen, einfallen und auch das wertige, graphisch toll gestaltete Finishershirt mit jährlich wechselnden Motiven, bei denen immer die landschaftsprägende Burg einen zentralen Platz bekommt, ist bei den Läufern der Region überaus beliebt. Man hat neben zahlreichen lokalen Unternehmen mit der Mecklenburgischen Versicherung einen potenten Sponsor an Bord, der die kleine Veranstaltung unterstützt und moderate Meldegebühren ermöglicht.

Die 5,3 km lange Strecke beginnt mit einem 2,5 km langen Abschnitt, der vom Start in Katzenfurt über eine fast ebene Landstraße nach Edingen führt. Dem folgt der 2,8 km lange eigentliche Berglauf mit 260 Höhenmetern Anstieg zum Ort Greifenstein und zum Sturm der Burg über eine finale steile Rampe. Gesamtsieger war Mike Schmidt vom TV Wetzlar in 21:00. Schnellster Läufer unseres Vereins war Nico Debus als Gesamssechster und 3. der stark besetzten MHK in 23:32. Alexander Claas wurde Gesamtsiebter und Altersklassensieger der M 30 in 23:42. Ben Griell verpasste die Top 10 und den Altersklassensieg der M40 knapp um 11 Sekunden hinter Florian König vom LT Rossbachtal, der auch beim Drachentrail eine starke Leistung geboten hatte. Familie König stellte mit Drachenkönigin Jasmin König auch die Gesamtsiegerin des Berglaufs in 27:53. Marcel Rumpf belegte Platz 7 der M35 in 29:35. Thomas Henopp wurde M60 Vierter in starken 30:54. Bettina Zenelji erstürmte die Burg als 2. der W55 in 33:06. Otto Jatsch freute sich über seine Zeit von 34:22 und den AK 75- Sieg. Auch Martina Kunze konnte die aus Schiefer gefertigte Medaille als 3. der W55 in 34:59 entgegen nehmen. Ilona Seifert war schnellste W 50 – Starterin in 38:41.

Es gab auch eine Staffelwertung, bei der sich 2 Partner die Strecke teilen konnten. In der Kategorie Mixed gewannen Yella Alban und Roman Berg.

Einer Münchnerin den Äppelwein schmackhaft machen. Apfellauf Laubuseschbach

Mit geänderter Strecke ist der vom Hersteller des Hessischen Nationalgetränks organisierte Apfellauf in die Nach-Corona-Zeit durchgestartet. Mit Start auf dem Betriebsgelände der Kelterei Heil geht es jetzt auf einem Rundkurs durch die Gemarkung der Taunusgemeinde. Wieder wurden etwa 500 Teilnehmer von der beliebten Veranstaltung angezogen, davon finishten 279 auf der 5 km Strecke und 136 auf dem 10 km Kurs. Eine Läuferin und fünf Läufer vom Team waren in die Äpplermetropole gefahren und jeder von ihnen ergatterte sich einen Platz auf dem Siegerpodest!

Die Siegertrophäe in Form eines schmiedeeisernen Äpfelchens mit goldenem Laub pflückte sich Jessica Lewerenz vom Apfelbaum der Erkenntnis, dass der Erfolg mit Unterstützung eines Hasen namens Jens Hubert leichter fällt. Jessy finishte als gesamterste Frau in 42:00:44 2 Minuten vor der ersten Verfolgerin und belegte Platz 6 aller Starter. Hase Jens wurde als Gesamtfünfter 2. der M35 in 42:00:14. Vielleicht puschte auch der heiße Atem von Jan Werner, der als Achtplazierter hinter Jessy einlief, Jessy zum Erfolg. Jan wurde 3. der M 35 in 44:12:43. Erste AK-Plätze gab es für Michael Schneider in der M 60 (46:41:13) und Michael Konarik in der M45 (47:14:39). Karl Roth erntete den 3. Platz der M65 in 53:13:57.

Hessische Halbmarathonmeisterschaft in Eschborn

Die Hessische Halbmarathonmeisterschaft wurde im Rahmen der Eschatlon Laufveranstaltung in Eschborn ausgetragen.

Einziger Konkurrent vom Team war Jannis Janson, der als Neunter unter die Top 10 kam, 5. der M30 wurde und mit 1:15:47 eine persönliche Bestzeit erzielte. Herausragender Athlet war der M40-Läufer Dirk Busch von der SSC Hanau Rodenbach, der mit 1:09:31 die Konkurrenz dominierte. Vorjahrsmeister Moritz Weiß von der LGV Marathon Gießen wurde Dritter (M 30 2.) in 1:12:09.

Jannis Janson rechts auf Platz 5 der M 30